Der Veganski Dinner im September – Street Food goes Supperclub

Wo sitzen Männer und Frauen, Mütter und Studentinnen, Professorinnen und Bloggerinnen, Sportlerinnen und Fotografen, Ernährungsberaterinnen und Ordnungsexpertinnen, Flexitarier, Veganerinnen und Fleischesser gemeinsam am Tisch und fühlen sich durch etwas zutiefst verbunden?

Natürlich beim Veganski Dinner 🙂

…und was sie so tief verbindet ist die Liebe zum leckeren Essen ❤

Und nein, es waren dieses Mal nicht 20 Personen bei meinem Wohnküchen – Supperclub anwesend, sondern 8 plus 1 und wir waren eine tolle, gemischte Truppe!

Es waren nicht nur heiß geliebte Stammgäste und eine Veganskidinnerbesucherin der allerersten Stunde zu Gast, sondern zusätzlich noch einige nun-nicht-mehr-fremde Gesichter, etwas bekannte Gesichter und, worüber ich mich ganz besonders gefreut habe, eine meiner Lieblingsmitbloggerinnen Silke von In 100 Tagen (Oha! Ich sehe gerade, dass sie schon über den Abend gebloggt hat, wie schnell ist die Frau denn bitte? Unglaublich! Schaut mal bei ihr vorbei, ich liebe ihren Blog!).

Eine weitere Besucherin war die Ordnungs-Expertin. Da sie ja zum Vergnügen kommen sollte und nicht zum Arbeiten, habe ich mir beim Aufräumen besonders viel Mühe gegeben 😉

Der Zufall wollte es ausserdem, dass wir dieses Mal zu neunt waren und es deshalb etwas enger und kuscheliger in meiner Wohnküche wurde.

Das Menü –  natürlich vegan und glutenfrei und aus besten Zutaten!

Vor einiger Zeit habe ich in der Veganerie in Düsseldorf meine allererste Kumpir genießen können und hatte sofort die Idee, dieses Gericht beim nächsten Dinner zu servieren.

„Aber Kumpir ist doch Streetfood und passt nicht in ein Gänge-Menü“ sagte eine innere Stimme.

„Ja und, wer sagt das“ sagte eine andere, lautere, mir sympathischere innere Stimme. Auf die höre ich in letzter Zeit auch lieber.

„Na klar!“ sagte dann meine eigene Stimme. „Dann mache ich halt ein Streetfood-Dinner!“

Gedacht – geplant.

Es dauerte ein paar Wochen (Ich hatte ja auch noch Zeit) und irgendwann stand der Plan und ich wusste, DAS sollte das Menü werden:

  1. Autumn Rolls & Peanut Dip 
  2. Red Coleslaw with cheesy Kale Popcorn
  3. Kumpir, choose your Toppings 
  4. Triple Choc Mint Zucchini Muffins & White Mousse

Ach super! Die Vorfreude stellte sich ein, die Gästeliste füllte sich und als sich am Samstag Abend dann auch meine Wohnküche füllte, ging mein Plan auf. Ich war gespannt, was meine Gäste von meiner Idee hielten (naja, die muss ihnen gefallen haben, sonst hätten sie nicht zugesagt) und wie ihnen alles schmecken würde!

Der Veganski Dinner

Alles bereit – ein spätsommerlich gedeckter Tisch wartet auf seine Gäste

Als alle angekommen waren, sich von den Strapazen der Parkplatzsuche oder der teilweise echt weiten Anreise per Bahn erholt hatten und ihren Platz gefunden hatten ging es los und ich konnte servieren.

Autumn Rolls & Peanut Dip 

Natürlich sind diese „Herbstrollen“ nicht großartig anders als Sommerrollen. Das Prinzip bleibt das gleiche, die Füllung wurde der Jahreszeit angepasst und so wurden sie dieses Mal gefüllt mit

gebratenem und mit Tamarisauce abgelöschten Räuchertofu

Baby Grünkohl Blättern (die habe ich beim Biogemüsestand vorbestellt denn die gibt es nun bald nicht mehr. Sie sind milder und zarter als Grünkohl. Total lecker!)

Gebratenen Hokkaido-Streifen

Ansonsten wurden sie, genau wie der Erdnuss-Dip,  nach dem Prinzip meiner Sommerrollen zubereitet und haben allen gut geschmeckt!

Autumn Rolls vegan

Autumn Rolls á la Foodnerd

Red Coleslaw with cheezy Kale Popcorn

Auf das mit dem Popcorn bin ich durch ein Veganz-Produkt gekommen. Ich habe nämlich das große Glück, eine dm-Filiale mit Veganz-Regal in unmittelbarer Nähe zu haben und dieses Popcorn musste ich einfach mal testen und es gefiel mir echt gut. Der nächste Gedanke war natürlich: „Wie mache ich das am besten selber“ und das Ganze fiel mir bei meinen Planungen für den Supperclub wieder ein.

Selbst gemachtes Popcorn habe ich mit etwas geschmolzener Alsan (darf zu Dinnerzwecken mal sein!) vermischt und dann einen Mix aus Hefeflocken (ich nehme Vitam), Meersalz und Grünkohlpulver (eigentlich für Smoothies) darüber gestreut und alles gut vermischt.

Probiert es mal aus, schmeckt echt super!

Dazu gab es Coleslaw aus Rotkohl, getrockneten Aprikosen und einem Joghurt-Mayo-Dressing. Das Rezept muss ich euch noch aufschreiben, solche Gerichte mache ich Pi x Daumen, aber ich glaube, da ist noch ein Coleslaw-Rezept auf meiner Facebookseite!

der veganski dinner

Red Coleslaw mit essbarer Blüte

der veganski dinner

Red Coleslaw & Cheezy Kale Popcorn

Danach war Zeit für den Haupgang und die dicken, fetten, mehligkochenden Biokartoffeln durften langsam aus dem Ofen heraus.

Kumpir ist in Hamburg wohl in aller Munde, hier in Düsseldorf aber noch gar nicht so bekannt. Wikipedia erklärt:

Kumpir ist ein Gericht, das aus großen, festkochenden Kartoffeln zubereitet wird. Diese werden in speziellen, dreistöckigen Öfen gebacken, wobei die beiden unteren Etagen zum Garen und die obere zum Warmhalten verwendet werden. Sobald die Kartoffeln gar sind, werden sie in der Mitte aufgeschnitten, ohne sie dabei zu durchtrennen. Mit einer Gabel wird das Kartoffelinnere gelockert, mit Butter und geriebenem Käse vermengt und nach Belieben belegt. Mittlerweile ist Kumpir ein fester Bestandteil der türkischen Fast Food-Küche.

Ich habe nach meinem Kumpir-Erlebnis mal ein wenig recherchiert und bin auf einen Blog gestoßen, die alles prima erklärt. Das veganisieren (Alsan oder Öl statt Butter) ist wohl kein Problem!

Ich empfehle euch, da nachzusehen, wenn ihr auch mal Kumpir machen wollt und eure Toppings ganz kreativ und nach Laune und je nach Vorräten selbst zusammenzustellen.

Meine Toppings waren:

Kalamata Oliven

Kapern-Minz-Vinaigrette (Kapern, Minze, Olivenöl, etwas Zitronensaft, Pfeffer, Mixer, fertig, lecker)

Rote-Linsen-Frikadellchen frei nach Squirrel of Nom und umgemodelt in eine glutenfreie Variante

Joghurt-Tahini-Dressing

Cashew-Parmesan (Rezept ebenfalls bei Squirrel of Nom)

Roasted Carrot Hummus (ein altes Foodnerdrezept aus der Facebookseite)

Vanilletomaten (Geschmackskombi des Jahres! Tomatenwürfelchen, Vanille, Pfeffer, Salz, Olivenöl)

Und so sah das Ganze dann aus:

KUMPIR with Toppings

KUMPIR with Toppings

Kumpir vegan

Kumpir

Eigentlich waren wir jetzt satt (so wie immer an dieser Stelle 😉 )

Aber da musste doch noch das Dessert passen. Nach einer kurzen Pause zum sacken lassen ging es dann also weiter mit

Triple Choc Mint Zucchini Muffins & White Mousse

Die Muffins kennt ihr sicher noch, die habe ich vor einiger Zeit hier im Blog vorgestellt. Dieses Mal hatte ich aber zum Teil Pfefferminzschokolade verwendet und dieser minzige Touch kam geschmacklich wirklich gut!

Dazu sollte es natürlich einen farblichen und konsistenzlichen Kontrast geben und nichts eignete sich dazu natürlich besser als eine weisse Mousse auf der Basis von weisser iChoc! Das Rezept habe ich so übernommen und nur noch durch etwas frische Vanille verfeinert und alle waren begeistert! Es gab eigentlich nur eine Sache zu meckern: Es war zu wenig…!

Muffin und Mousse

Ebony and Ivory – taste together in perfect harmony… Muffin&Mousse

So ging mit diesem leckeren Dessert ein unheimlich interessanter, lebhafter und austauschreicher Abend mit supernetten Menschen zu Ende und nach der obligatorischen Aufräumrunde fiel ich erschöpft und zufrieden in mein Bett und hoffe, dass meine Gäste alle mit einem ebenso guten Gefühl schlafen gehen konnten!

Vielen Dank an die tollen Gäste

Ihr lieben, ich habe mich riesig über euch und euren Besuch gefreut und möchte mich auch noch einmal ganz herzlich für eure tollen Mitbringsel bedanken! Es war ein herrlicher Abend mit euch und ich hoffe, wir sehen uns wieder!

vielen Dank <3

vielen Dank ❤

Über ein paar kurze Zeilen in den Kommentaren würde ich mich sehr freuen, denn diese Blogartikel sind für mich auch gleichzeitig eine schöne Erinnerung!

Für alle, die mitgelesen haben:

Gerne könnt ihr euch bei mir melden, wenn ihr auch einmal an einem solchen Abend teilnehmen möchtet!

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17 Kommentare zu “Der Veganski Dinner im September – Street Food goes Supperclub

  1. Hey, es war alles soooooo lecker und schmausen in netter Gesellschaft ist eh das Beste überhaupt. Der Bericht ist so klasse geschrieben, da sah ich mich gleich erneut in deiner gemütlichen Küche am Tisch sitzen 🍴🌽🍆🍠🍴

    Gefällt 1 Person

  2. JaJaJa, ich möchte beim nächstes Mal unbedingt wieder dabei sein! 🙂
    Wie konnte es bloß passieren, dass es bisher terminlich immer nicht klappte?
    Liebe Anja, Du bist eine tolle Gastgeberin …und eine tolle Köchin … ich liebe es, wenn das Auge mitessen darf … und eine tolle Schreiberin … vielen Dank für’s verlinken 🙂
    Herzliche Grüße von
    Ursula
    Die Ordnungs-Expertin

    Gefällt mir

  3. Liebe Anja,

    du hast ein Street-Food-Feuerwerk gezündet. Ich weiß gar nicht, welcher der Gänge besser geschmeckt hat, sie waren alle wahre Geschmacksexplosionen. Hach, der Abend im Ganzen war wieder unbeschreiblich schön. Für mich ist es immer toll zu erleben, wie anfangs Fremde sich schon nach kurzer Zeit wie Freunde unterhalten. Dazu tragen du als herzliche und entspannte Gastgeberin und die kuschelige Atmosphäre bei dir eine ganze Menge bei, sonst wäre das in dieser Art nicht möglich, da bin ich mir sicher. Danke, liebe Anja. Ich freue mich schon aufs nächste Mal und bin gespannt, welches Thema du dir dafür ausdenkst.

    Gefällt 1 Person

  4. Ein Abend, der es in sich hatte! Die Gästeliste war kunterbunt und dennoch perfekt durchgemischt, so dass Gespräche nur so von einer in die andere Ecke hüpften. Die Location eignet sich perfekt um eine entspannte Atmosphäre zu kreiieren, in der aus Fremden schnell Freunde werden. Und das Essen und die Organisation des Abends haben genau das widergespiegelt, was man in der Gastgeberin zu jederzeit erkennen kann: Geschmack, Genuss und Leidenschaft! Wirklich eine schöne Erfahrung, wie man sie sich beim ersten Dabeisein nur wünschen kann! Großes Lob an dich, Anja und vielen Dank für diese schönen, eindrucksvollen, interessanten und leckeren Momente in deinem trauten Heim. Es war mir wirklich eine riesen Freude, dein Gast gewesen zu sein und ich freue mich schon darauf, dass das erste mit Sicherheit nicht das letzte Mal gewesen sein wird 🙂

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