Brotlose Kunst – 5 leckere und glutenfreie Frühstücksideen

Glutenfrei ist das neue vegan und alle rollen mit den Augen

…aber ist glutenfrei denn wirklich so gesund? So wichtig? So viel verträglicher?

Tatsächlich leiden ziemlich wenige, nämlich etwa 0,5 bis 1% der Deutschen an der Autoimmunkrankheit Zöliakie.

Stimmt es dann also, dass all die Menschen, die versichern, dass es ihnen ohne Gluten besser geht und sie sich gesünder fühlen, wenn sie glutenhaltige Produkte weglassen, sich „einfach nur wichtig machen wollen“?

Wohl kaum, denn

Glutensensitivität ist ein Krankheitsbild, das seit einigen Jahren einen festen Platz in der wissenschaftlichen Diskussion gefunden hat.
Von Glutensensitivität wird gesprochen, wenn die „klassischen“ glutenbedingten Erkrankungen Zöliakie und Weizenallergie von einem Facharzt ausgeschlossen werden können und trotzdem nach einem Verzicht auf glutenhaltige Lebensmittel eine Besserung der typischen Symptome auftritt. (Quelle: http://www.gluten-unvertraeglichkeit-erkennen.de)

Es gibt auch noch weitere Gründe, auf Gluten zu verzichten, beispielsweise bei anderen Krankheiten, wie z.B. der Schilddrüsenstörung Hashimoto, ebenfalls eine Autoimmunerkrankung.

Tatsache ist: Immer mehr Menschen verzichten aus gesundheitlichen Gründen auf Gluten und wollen sich nicht aufspielen! 

So, wie es vor kurzem noch für Veganer*innen problematisch war, unterwegs an etwas Essbares zu kommen, geht es jetzt vor allem der Schnittmenge der veganen Glutenverzichter 😉 – und ich würde dies natürlich nicht schreiben, würde ich nicht selbst zu dieser kulinarischen Minderheit gehören und es langsam leid sein, tütenweise Studentenfutter zu vertilgen, um unterwegs nicht der völligen Unterzuckerung zum Opfer zu fallen (denn auch ein Foodnerd ist nicht immer so schlau oder hat die Zeit, sich Essen mitzunehmen).

Wenn man den Markt beobachtet, kann man jedoch sagen: Es besteht Hoffnung auf Besserung, denn es wird schon reagiert, das merkt ihr sicherlich auch.

Bevor es aber soweit ist, dass Deutschland von einer veganen, glutenfreien Backwarenkette überzogen wird, helfen wir uns noch selber und das natürlich LECKER!

Selbstverständlich kann man sich glutenfreies Brot kaufen und man kann sich auch glutenfreies Brot backen. Rezepte gibt es glücklicherweise in Hülle und Fülle.

Ich bin aber gar nicht mehr so ein großer Brotfan und mal ehrlich: Es besteht ein geschmacklicher Unterschied. Punkt.

Ich habe trotzdem immer etwas Brot von Schär oder Schnitzer im Haus für den spontanen Fall der Fälle Hangryness.

Aber ein leckeres Frühstück besteht bei mir inzwischen aus ganz anderen Zutaten

– und ich möchte euch heute dazu inspirieren, dem guten alten Frühstücksbrötchen nicht länger nachzuweinen und meine fünf Ideen mal auszuprobieren!

  1. Der schnelle, crunchige Energiekick: Granola 
Knuspermüsli glutenfrei

glutenfreies, knuspriges Granola

Granola kann ganz variabel aus euren Lieblingszutaten selbst und auf Vorrat hergestellt werden und ist viel mehr als nur ein glutenfreies Knuspermüsli. Mixt es mit frischen Früchten und Pflanzendrink oder Pflanzenjoghurt nach Wahl, zum Beispiel dem neuen Reisgurt, und ihr habt einen schnellen, leckeren Start in den Tag!

Das Rezept habe ich vor einiger Zeit schon gebloggt und ihr findet es hier!

2. Das wärmende Herbstfrühstück: Hirseporridge mit Äpfeln und Kokosmilch

Ich kenne mich nicht perfekt aus in der Ernährung nach TCM, aber was ich weiss ist, dass für die kältere Jahreshälfte, die nun begonnen hat, empfohlen wird, warm zu frühstücken. Habt ihr das schon mal versucht? es tut unheimlich gut!

Breie und Porridges sind dazu besonders gut geeignet und wärmen den Körper und die Seele direkt mit.

Probiert es doch mal mit meinem Hirserezept.

Tipp: Wenn ihr dieses Frühstück nicht mit Kaffee oder anderen koffeinhaltigen Getränken herunterspült, sondern dazu einen frisch gepressten Fruchtsaft trinkt, wird das Eisen in der Hirse so richtig schön verfügbar für den Körper und ihr habt auch etwas davon. 

glutenfreies Hirseporridge mit Apfel und Kokosmilch

Hirseporridge mit Apfel und Kokosmilch

Rezept für 2-3 Portionen:

1 Tasse Hirse (Kaffeebechergröße)

1 Tasse Wasser

1 Tasse Kokosmilch zum Aufkochen (oder anderer Pflanzendrink) und etwas mehr für später

1 Apfel, in Stückchen geschnitten

1/2 Tasse Maulbeeren, getrocknet

Zimt, Kokosflocken oder -Chips, eventuell Süße nach Wahl


Die Hirse mit der Flüssigkeit und den Apfelstücken aufkochen

Maulbeeren unterrühren

5 Minuten köcheln lassen auf halber Hitze und mit offenem Deckel

10 Minuten mit geschlossenem Decken aufquellen lassen

Mit etwas Kokosmilch verrühren und mit Zimt und Süße (wenn nötig) würzen.

Mit gerösteten Kokosflocken bzw. Kokoschips bestreuen.

3. Das cleane, fruchtige Sonntagsfrühstück: Amaranth-Pancakes 

Das sind inzwischen wirklich meine allerliebsten Pancakes. Soulfood pur! Ich habe sie vor einigen Monaten schon im Blog vorgestellt, und zwar hier. Sie sind super fürs Brunchen oder einfach perfekt, wenn man ein süßes Sonntagsfrühstück braucht.

Pancakes ohne Milch, Ei und Mehl

Clean eating Pancakes glutenfrei

4. Super zum Mitnehmen: Köstliche Overnight – Oats

Overnight-Oats, über Nacht eingeweichte Haferflocken, sind einfach der Klassiker. Ich verwende inzwischen glutenfreie Haferflocken von Bauck. Man kann natürlich auch Hirse- oder Reisflocken verwenden oder alles mischen.

Auch die Früchte sind selbstverständlich austauschbar und genauso kann man nach Belieben noch Datteln, Sultaninen oder Maulbeeren unterrühren.

Dies ist eine besonders cremige Variante mit Mandelmilch, aber auch hier könnt ihr natürlich nehmen, was ihr am liebsten mögt.

Noch ein kleiner Foodnerd -Tipp: Wenn ihr Abends vergessen habt, die Oats anzusetzen, ist das gar nicht schlimm, denn 2 Stunden reichen vollkommen aus. Ich mache meine meistens Morgens und nehme sie dann in meinem Kivanta-Edelstahlbehälter sicher mit zum Job!

*Zwetschgen-Mandel-Overnight-Oats*

Für 1 Portion:
4 Zwetschgen klein schneiden und mit
5 EL Haferflocken
2 EL Hirseflocken
1 EL gemahlenen Mandeln
1 EL geschrotetem Leinsamen
In ein Glas füllen, umrühren und mit
Mandelmilch aufgießen (bis alles gut durchgefeuchtet und bedeckt ist, in etwa 250 ml)
Über Nacht in den Kühlschrank
Morgens mit einem Schuss Mandelsahne bedecken und mit einer weiteren Zwetschge und Mandeln garnieren. Vielleicht auch noch etwas Zimt?

Glutenfreies Frühstück

Overnight Oats mit Zwetschgen. Oder einer Frucht deiner Wahl!

5. Der leichte, gesunde Kick: Meine Chia-Seedbomb

Dieses Rezept wird auch schon am Vorabend angesetzt und eignet sich hervorragend zum Mitnehmen.

Wenn ihr gar nicht so viel Lust auf Getreide und Pseudogetreide habt, ist der Chiapudding mit Joghurt genau das Richtige.

Wusstet ihr, dass dieses Rezept mein erstes Blogposting war? Hier könnt ihr es finden!

Brotlose kunst

Keine Superfoods sind auch (k)eine Lösung – jedenfalls für mich 😉

Welches ist euer liebstes Frühstück anstelle von Brot?

Ich freue mich, wenn ihr es in den Kommentaren verratet!

Hat euch der Artikel gut gefallen und weiter geholfen? Dann freue ich mich sehr über einen Kaffee 🙂


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10 Kommentare zu “Brotlose Kunst – 5 leckere und glutenfreie Frühstücksideen

  1. Hi,
    schöne Übersicht über verschiedene Frühstücksideen
    Gerne mag ich getreide-joghurt-früchte, geschichtet im Glas. Und im Winter: Gemüsesuppe oder Misosuppe mit Tofu! Okay, letzteres ist nicht für jeden was, ich mag es.

    VG, Khiira

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Khiira, danke für dein Feedback. Ich kann es mir auch vorstellen, im Winter warm zu frühstücken, aber warm und pikant habe ich noch nicht getestet. Warum nicht. Es ist eine reine Sache der Gewohnheit und zig Asiaten können sich nicht irren 😉 LG Anja

      Gefällt mir

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