My big fat greek dinner

Der Veganski Dinner fand endlich mal wieder statt – und zwar am vergangen Samstag und dieses mal komplett auf griechisch.

Jetzt muss ich natürlich erst einmal etwas ausholen und erklären, wie ich denn dazu komme, ein griechisches SECHS Gänge Menü anzubieten, wenn ich selbst noch nie in Griechenland war und von Griechenland ausser der Taverne Dionysos und dem Restaurant Sirtaki hier in Düsseldorf noch nichts gesehen habe?

Na ja, eigentlich ist es ganz klar, denn Griechenland ist ein aktuelles Thema und noch nie hat man in den Medien so viel über Hellas und seine Politiker gehört wie momentan… – aber keine Sorge, ich werde jetzt keine politische Diskussion hier anheizen.

Aber da ich neuerdings griechischen Familienzuwachs bekommen habe (in Form der Freundin meines Sohnes) ist das Thema Griechenland in diesem Haushalt doch ziemlich präsent. Hinzu kommt, dass wir uns auch oft und gerne über Essen und Rezepte austauschen und schnell war die Idee geboren, griechische Küche zu veganisieren und daraus ein Supperclub-Thema zu machen.

Wer jetzt nur die kulinarischen Angebote vom Olympia-Grill oder Akropolis-Imbiss um die Ecke kennt, kann wahrscheinlich kaum glauben, dass die griechische Küche tatsächlich auch vegane Leckereien bereit hält und auch einige fleischfreie Gerichte.

Aber mit Ausnahme von Honig wird nämlich in der Fastenzeit auf alle tierischen Produkte verzichtet, so dass es tatsächlich einige vegane Gerichte und Zutaten gibt.

Nachdem ich dann den ein oder anderen Artikel über die aktuelle Situation in der Bevölkerung gelesen hatte, war für mich auch klar, dass ich den Gedanken, ein tolles Essen zu Gunsten eines guten Zwecks zu veranstalten beibehalten möchte und so sollte dieses Mal die Spende an die Tafeln in Thessaloniki gehen.

Wir haben uns immer wieder zusammen gesetzt und uns überlegt, was man alles so servieren könnte und letzten Endes hatten wir einen Gang mehr auf unserer Liste, als geplant war. Das war ein Haufen Arbeit, der uns wahnsinnig viel Spaß gemacht hat und letzten Endes auch gelohnt hat, denn zum Schluss hat alles geklappt und auch geschmeckt.

Natürlich war nicht nur alles vegan sondern auch glutenfrei beziehungsweise mit glutenfreier Option, ausserdem haben wir auch ein paar Extraportionen ohne Fructose bzw. ohne Zitronensaft zubereitet!

griechisch, vegan, glutenfrei

My big fat greek Dinner – 6 vegriechische Gänge

Zu einem griechischen Dinner gehören natürlich auch Wein und die typische griechische Kirschlimonade „Vissinada“.

Die haben wir selbst hergestellt und an einem langen Abend Sirup aus Sauerkirschen dafür gekocht, nach einem alten Rezept der griechischen Oma 🙂

(kleiner Tipp, wenn ihr mal Sirup kocht, setzt euch nicht mit dem Rücken zum Herd an den Küchentisch und quatscht. Ausser, ihr habt die Rauchmelder nicht an einer über 3 Meter hohen Decke hängen und müsst erst eine Leiter holen um das ohrenbetäubende Gepiepe auszuschalten. Ihr wisst schon, dieses Gepiepe, das so ein Rauchmelder bei Rauchentwicklung von sich gibt. Wenn z.B. der Zucker von überkochendem Sirup auf der Herdplatte verbrennt..)

Vissinada Dolmades

Begrüßung der Gäste: Vissinada und Dolmades


Die Limo gab es statt eines Aperitifs und war sehr lecker, aber extrem süß. So soll sie auch sein, aber nach so einem Glas Limo hat man dann echt Durst 🙂

Dolmades mit Kalamata

Dolmades und Kalamata Oliven

Unser erster Gang oder Amuse Gueule waren „Selbstgedrehte“, denn auch die Dolmades, die gefüllten Weinblätter, haben wir natürlich selbst gemacht.

Ein Rezept dazu muss ich noch aufschreiben denn das war eine Mischung aus selbst ausgedacht und Mama gefragt plus Pi mal Daumen. Die Füllung bestand aus Reis mit Safran, Rosinen und Pinienkernen, dazu gab es ein paar meiner Lieblingsoliven, die dicken leckeren Kalamata.

Sowohl Weinblätter als auch die Oliven sowie den köstlichen Wein und einige andere Zutaten hat uns übrigens der Großhandel für griechische Spezialitäten Polichronidis in Düsseldorf zur Verfügung gestellt, wofür ich mich hier noch einmal herzlich bedanken möchte! Ohne diesen Support hätte das ganze Dinner gar nicht in der Form statt finden können!

Falls ihr in Düsseldorf wohnt, solltet ihr dort unbedingt mal vorbei schauen, denn es gibt dort unglaublich köstliche Spezialitäten.

Als Nächstes haben wir dann den griechischen Kartoffelsalat aus der Slowly Veggie etwas anders interpretiert. Bei uns gab es ihn nämlich mit Veta, dem veganen Bruder des typischen Schafskäse. Den macht man ganz tierleidfrei aus Cashews und wie das genau geht, könnt ihr hier nachlesen.

veganer Feta aus Cashews

griechischer Kartoffelsalat mit Veta

Danach gab eis eine alte Bekannte, meine heiß geliebte Avgolemono, die schon zum zweiten Mal auf einem meiner Dinner serviert wurde. Es passte einfach so gut und sie ist doch so lecker!

Dieses Mal gab es auch eine fructosefreie Variante mit Condimento Bianco.

Avgolemono

Ein großer Topf Avgolemono mit Quinoa und Dill

Avgolemono vegan

Avgolemono

Für den nächsten Gang wurden die Tischgrills ausgepackt und die Souvlaki gegrillt: Würzig mariniertes Räuchertofu mit Gemüse am Spieß. Dazu gab es Pitabrot oder glutenfreies Brot und ein cremiges Tzatziki sowie Fava, ein Dip aus kleinen Bohnen, der ein bisschen an Hummus erinnert aber doch anders schmeckt.

Diese Rezepte warten noch darauf, niedergeschrieben zu werden also schaut am besten immer wieder mal rein und ihr verpasst es nicht, wenn ich sie im Blog verrate!

Souvlaki vegan

Souvlaki vor dem Grillen

Souvlaki vegan

…und danach, fast schon zu spät fürs Foto

So, wer jetzt noch nicht satt war, konnte sich auf den Hauptgang freuen, denn da haben wir eine Kombination aus Jerome Eckmeiers Moussaka (aus dem Buch „Vegan tut gut – schmeckt gut“) und den Würztipps der griechischen Mama und Oma kredenzt.

Dazu gab es eine cremige Bechamelsauce aus Cashews, die perfekt mit den Tomaten, Auberginen und Kartoffeln harmonierte. Ich habe übrigens ein ganz wichtiges Gewürz für die griechische Küche kennen und lieben gelernt: Piment!

Leider wird das Foto dem Gericht überhaupt nicht gerecht, aber kochen, servieren und noch fotografieren ist echt eine Herausforderung, auch wenn man zu zweit ist!

vegane Moussaka

Moussaka vegan

So langsam waren doch alle ziemlich satt, was eigentlich schade war, denn es wartete ja noch der krönende Abschluss auf die Gäste, das Dessert.

Wir haben uns ein Dreierlei aus griechischen Spezialitäten und einem fruchtigen Eis ausgedacht und es gab:

-Halva als klassische und glutenfreie Variante (diese war mit Reisgrieß zubereitet)

-griechischen Joghurt (supercremig!) mit „Honig“ und Walnuss (Der Honig war hier Reissirup, der sehr gut passte)

-Pfirsicheis mit Lavendel

Wer Halva auch einmal zubereiten möchte, findet bei Slowly Veggie ein schönes Rezept von Emily! 

für eine vegane Variante ihres Rezeptes haben wir übrigens Reis-Mandeldrink verwendet.

Dazu einen griechischen Kaffee auf klassische Art aufgekocht mit Zucker.

vegriechisch

griechisches Dreierlei

So, ich fühle mich schon vollgefuttert vom Fotos gucken. Die Gäste sind glaube ich satt geworden und an dieser Stelle müsste jetzt eigentlich ein Foto sein, auf dem wir alle mit Ouzo auf die 70€ anstossen, die für einen guten Zweck zusammen gekommen sind.

Den habe ich aber leider schlichtweg vergessen und er steht immer noch ungeöffnet in meinem Kühlschrank…

Liebe Gäste, ich danke euch ganz herzlich für euer Kommen und den wunderschönen Abend, den wir mit euch verbringen durften! Wir hoffen, euch hat alles genau so gut gefallen wie uns und dass wir euch ein bisschen verwöhnen konnten.

Ich für meinen Teil bin jetzt jedenfalls sicher, dass meine nächste Reise nach Griechenland geht!

Wie hat euch mein vegriechisches Dinner gefallen? Ich freue mich sehr über jedes Feedback und euren Kommentar!

Liebe Grüße,

Anja

griechisches Dinner

my big fat greek Dinner

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15 Kommentare zu “My big fat greek dinner

  1. Und noch eine Katrin, die begeistert ist vom Bericht & den tollen Fotos…
    Da wäre ich super gerne auch dabei gewesen!!
    Sicher werde ich mich mal auf die Reise vom schönen München zu Dir nach Düsseldorf machen =)

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    • Hallo Katrin, dann wird das nächste Dinner vielleicht ein Dinner nur mit Katrins… Ich kenne da noch ein paar u d es ist so ein schöner Name 🙂
      Danke für das Lob und Grüße nach München (da war ich das letzte Mal in den Achtzigern…ooops) – ein Gegenbesuche stünde dann also auch an!

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  2. Ich war ja schon gespannt, was Du da so alles zaubern würdest und“Hut ab!“ Das hast Du super gemacht, ich bin auch schon vom Ansehen satt geworden, da war ja wirklich alles dabei. Zu schade, dass ich so weit weg bin. Aber in einer guten Woche bin ich auf Kreta! zum 5. mal. Das letzte Jahr ja schon vegan, was gut geklappt hat, natürlich nicht Deine tollen Gerichte, sondern eher ganz natur: Salat, Ofengemüse, Pizza ohne…. griechischen Kaffee, es hat mir an nichts gefehlt. Danke für Deinen schönen Bericht,
    liebe Grüße Marlies

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  3. Ich war da. Und ich komme wieder! Da war jeder Gang ein Knaller. Ich habe schon lange nicht mehr so gut gegessen. Da kann sich manches Restaurant noch was abgucken. Dazu noch zwei wunderbare, ganz tolle Gastgeberinnen und interessante Dinnergäste. I like ❤

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  4. Oh, das sieht so toll aus! Und ich war in Griechenland! Ich hätte einfach nur nach Düsseldorf kommen sollen. 🙂 Toller Bericht, lecker klingende Gerichte und super schöne Fotos mit glücklichen Gästen. Bitte beim nächsten mal nicht nur Katrins einladen, auch wenn das ein super Name ist. 🙂 Ich will auch. Liebe Grüße, Silke

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  5. Ich war auch dabei und es war der Hammer! Schwärme noch heute meinen Freunden und Arbeitskollegen von dem Dinner vor. 😉 Bin beim nächsten Mal gerne wieder dabei! LG

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