Der veganski Dinner – ein leckerer Abend für *Sea-Watch*

Schlemmen und Spenden – was mir schon im letzten Jahr bei meinem anderen Supperclubprojekt sehr wichtig war, durfte bei diesem Dinnerabend wieder aufleben, nämlich das Konzept des „Schlemmen und Spenden“.
Dieses mal hat mich OH,SOPHIA darauf gebracht, die schon Anfang Mai ihre Dinnerabende unter das Motto #refugeeswelcome stellte.

Für mich war klar – da schließe ich mich an!

Dankbarkeit

Ich habe es schon einmal in meinem „Antijammerposting“ erwähnt: Foodbloggen ist ein dekadentes Hobby. Dinnerabende veranstalten und besuchen ebenfalls. Es geht uns verdammt gut und ich bin jeden Tag dankbar dafür, dass mir so eine riesige Auswahl an Lebensmitteln zur Verfügung steht, dass ich es mir leisten kann, mich gesund zu ernähren und dass mein Kühlschrank nie ganz leer ist. Ich freue mich jeden Tag darüber und es ist für mich keine Selbstverständlichkeit.

Wir sitzen hier und schlemmen und um uns herum ist das Elend der Welt

… das denke ich oft, und genau aus diesem Grund finde ich es passend, gerade dann, wenn wir es uns gut gehen lassen, etwas abzugeben. Das tut uns nicht weh. Ich kann das tun, was ich kann und damit versuchen, ein bisschen zu helfen.

Aus diesem Grund ging dieses Mal ein Teil der Summe, die die Gäste mir für meine Unkosten geben, und natürlich auch ein Anteil von mir an die Organisation Sea-Watch, über deren Arbeit ihr HIER mehr erfahren könnt. Ich habe großen Respekt vor diesen Menschen und dem, was sie leisten und bin glücklich, sie ein klein wenig unterstützen zu können. Das könnt ihr übrigens auch ganz einfach über betterplace.org!

Der Veganski Dinner und nebenbei mein 2-jähriges Veganjubiläum

fand also am vergangenen Samstag schon zum 11. Mal in meiner Wohnküche statt.

Das heisst allerdings nicht, dass ich weniger aufgeregt war. Im Gegenteil, ich war den ganzen Freitag nicht da und hatte also zum ersten Mal keinen Vorbereitungstag. Für mich war das eine Herausforderung. Hat dann natürlich alles gut geklappt, klar, ich bin halt und war schon immer ein Nur-unter-Zeitdruck-Funktionierer 🙂

Es hieß also Einkaufen am Donnerstag und Samstag schnell zum Markt und dann Schnippelmarathon! (Nebenbei galt es noch, mit einem Kind zum Schulfest zu rennen und es glücklicherweise anderen Müttern aufs Auge drücken zu dürfen, an dieser Stelle Danke, Jenny, falls du das liest

Dieses Mal sollte es geben:

Der Veganski Dinner 5/15

Der Veganski Dinner I’m Mai 2015 – das Menü

Pünktlich um 20 h klingelten die ersten Gäste

-und es waren meine „Kollegen“, nämlich Jessica und Jörg von Herrn Johann. Die beiden (die eigentlich zu dritt sind, denn es ist ebenfalls noch eine Anja im Bunde, die aber gerade in Elternzeit ist) veranstalten ebenfalls Dinnerabende, allerdings im größeren Stil, da sie über weitaus mehr Platz verfügen als ich. Bei ihnen sind es dann Wohnzimmerdinner und ich finde, es ist Zeit für einen Gegenbesuch von mir!

Es kamen ausserdem noch drei sehr nette Mädels, die sich unbekannterweise getraut haben, sich an meinen Tisch zu setzen (danke für euer Vertrauen

Ich freue mich immer wieder, wie schön es ist, mit Fremden, Bekannten und noch-nicht-so Bekannten am Tisch zu sitzen und gemeinsam zu essen, von einem Thema aufs nächste zu kommen und interessante Sachen zu erfahren.

Jeder Abend ist einzigartig, aber diesen Prozess des „langsam Auftauens“ haben alle gemeinsam.

Starter

Als dann alle vom Empfangskind (es ist schon der feste Job vom Töchterchen) eingelassen worden waren und sich in der Küche eingefunden hatten, wurde natürlich erst einmal gemeinsam mit einem Aperitif (Lillet Vive, mittlerweile mein Favourite) auf einen schönen Abend angestoßen und dann die Tofu-Pops mit Erdbeere-Tomaten-Relish serviert.

Na da hab ich mich was getraut! Sonst versuche ich, nichts zu servieren, was ich nicht schon kenne – aber hier bin ich mal ins kalte Wasser gesprungen. Ich fand es richtig gut und die Gäste auch (sagten sie jedenfalls 😉 )

Und so sah das aus:

Tofu-Pops mit Erdbeere-Tomaten-Relish

Photocredit: Pic by Doreen Köstler

Wasabi – Erbsen zum Löffeln und zum Knabbern

Beim Suppengang habe ich mich dieses Mal für meine selbst kreierte Wasabi-Erbsensuppe entschieden, die herrlich nach Wasabi, aber bei weitem nicht so scharf schmeckt. Für die Schärfe sorgten für die, die mochten, die Wasabierbsen zum Knabbern. Wir haben dann herausgefunden, dass die Suppe der Oberhammer ist, wenn man die Knabbererbsen IN DIE SUPPE wirft. Lecker!

Ich schlage vor, ich poste demnächst das Rezept und ihr probiert es aus, ok?

Wasabierbsensuppe

Photocredit: Pic by Doreen Köstler

In diesem Sommer geht nichts ohne Buddha-Bowls!

Jedenfalls bei mir, und so musste es natürlich auch bei diesem Dinner eine Buddha-Bowl geben, denn ich bin ein Riesenfan und habe mich ja auch schon hier im Blog ausführlich über Bowls ausgelassen.

Samstagmorgen auf dem Markt habe ich am Bio-Stand meines Vertrauens herrlichen grünen und violetten Spargel ergattert und leckeren jungen Blattspinat gekauft. Der Spargel wurde schön in Knoblauch und Olivenöl knackig angebraten, während die Süßkartoffeln im Backofen bräunten und den zarten Spinat gab es roh.

Dazu kamen Quinoa, Koriander und gebratene, würzige Kichererbsen und getoppt haben wir das ganze mit einer Knoblauch-Safran-Mayo…. Yummy!

Buddha-Bowl mit Safranmayo

Buddha-Bowl mit Safranmayo

Der krönende Abschluss – Superfood-Nicecream

Also ich konnte eigentlich schon nach der Bowl nicht mehr. Aber der Plan schrieb ein Dessert vor, und so gab es ein Dessert: Lucuma-Nicecream mit Potato-Chip-Cookie.

Dafür musste ich noch einmal richtig laut werden. Besser gesagt, nicht ich sondern natürlich der Thermi, der die späte Aufgabe hatte, aus circa. 7 gefrorenen Bananen Eiscreme herzustellen, die unter anderem mit Lucuma-Pulver (ja, schon wieder eines dieser Superfoods, das ich einfach mal testen musste) „gewürzt“ wurde und mit frischen Erdbeeren und einem Potato-Chip-Cookie serviert wurde. (Die Cookies sind mega! Das Rezept habe ich in Kalinkas Kitchen entdeckt und modifiziert, um sie u.a. glutenfrei zu machen. Jaa, auch dieses Rezept steht auf der „to-aufschreib-Liste“).

Lucuma-Nicecream Potatochip-Cookie

Lucuma-Nicecream &Potatochip-Cookie

Danach fühlte ich mich sehr, sehr, sehr satt und mich beschlich eine leichte Müdigkeit – meinen Gästen ging es wohl ähnlich und so ging ein sehr schöner Abend dem Ende zu und wir verabschiedeten uns alle noch ganz herzlich.

Für mich stand noch „kurz mal“ das Küchenaufräumen an.

Weil ich nach solchen Abenden zwar ziemlich k.o. aber auch innerlich total aufgekratzt bin, habe ich mich dann ins Bett gelegt und mir noch eine Youtube-Einschlafmeditation angemacht. Die geht 15 Minuten. Ich kann mich nur an die ersten zwei Sätze erinnern 🙂

Ich freue mich sehr über den schönen Abend, bin wie immer sehr erleichtert, dass alles gut geklappt hat und bedanke mich bei meinen Gästen für ihr Vertrauen und ihre Unterstützung!

Das nächste Dinner wird wohl erst nach einer Sommerpause statt finden, das überlege ich mir noch. Aber es gibt noch genug anderes zu tun, ihr werdet sehen ….

Liebe Grüße,

Eure Anja

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7 Kommentare zu “Der veganski Dinner – ein leckerer Abend für *Sea-Watch*

  1. Das klingt so super, da wäre ich gerne dabei gewesen, alles nach meinem Geschmack und die Vorstellung, das einmal vorgesetzt zu bekommen, ohne selber in der Küche stehen zu müssen, ein Traum! Leider weiß ich immer noch nicht, wo Du es ankündigst und wo es stattfindet, auch die Spenden-Idee finde ich sehr passend.
    LG Marlies

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  2. Eine Stimme von mir als Stammgast an deinem Veganski-Dinner-Tisch: Von mir kriegst du wieder 10 Punkte mit dreifachen Sternchen für ein perfektes Dinner. Neben all den Köstlichkeiten bist es du als wunderbare Gastgeberin, die ein Veganski-Dinner zu einem festen Termin in meinem Kalender werden lässt. Ganz bezaubernd fand ich übrigens Tochterkinds Idee, Fächer zu basteln und sie für Flüchtlingskinder zu verkaufen. Dafür gibt’s noch mal ein paar Sternchen hinter der 10. Danke für diesen wieder tollen Abend!

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    • Liebe Dori, jetzt hab ich Pipi inne Augen ❤️ Danke für diese netten und unterstützenden Worte! Bei dir weiß ich genau, du sagst mir auch, wenn etwas nicht gut wird. Danke deshalb für das tolle Feedback und bis zum nächsten Mal – aber erst einmal gutes Gelingen für dich 😍👍

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