6 smarte Tricks und Tipps, mit denen du beim Einkaufen Nerven, Zeit und Geld sparst!

„Vegan ist mir viel zu teuer!“

„Vegan ist total günstig, im Supermarkt gibt es doch alles!“

„Ich kann nicht vegan werden, das kann ich mir nicht leisten!“

-Diese Sätze habe ich oder besser: haben wir alle schon mal gehört oder gelesen und ich habe mir selber mal überlegt, wie ist es denn nun?

Teurer oder günstiger und vor allem – kann man das so pauschal sagen? Gilt das dann direkt für jeden?

Tatsache ist: Viele geben auch gerne mehr Geld für gute Lebensmittel aus. Vermutlich noch mehr Menschen sparen aber vor allem an der Qualität beim Lebensmittelkauf*.

*Dies ist kein valides Untersuchungsergebnis, sondern stützt sich lediglich auf meine Wahrnehmung 😉

Aber es empfinden ja eine Menge Leute den Umstieg auf eine vegane und gesündere Ernährung als kostspielig.

Andere wiederum sagen, das sei nicht wahr, denn wenn man nicht jedes Superfood und all die neu auf den Markt gebrachten veganen Produkte konsumieren muss, sondern sich an eine solide Pflanzenküche hält, kann man sogar sparsamer essen als vorher.

Es kommt jedoch auch auf die Qualität an!

Ich finde, an beiden Aussagen ist etwas Wahres dran.

Kaum ein Omni durchschnittlicher Verbraucher kauft Mandelmus, Chiasamen und Kokosmehl.
Das Zeug ist auch einfach verdammt teuer!
Aber, ganz ehrlich? Das kaufe ich hauptsächlich, weil ich eben ein Foodnerd bin und nicht, weil ich es zum Überleben brauche!
Wenn man also diese ganzen „Luxuszutaten“ weglässt, ist man wahrscheinlich wirklich sparsamer als die Mitmenschen, die hinter dir im Supermarkt die Tiefkühlpizza, den Kasten Cola, den Aufschnitt und den französischen Käse aufs Band legen.

ABER…

ich versuche ja schon, so viel wie möglich in Bioqualität zu kaufen.

Tofu, Linsen, Gemüse und Obst, Nudeln, Reis und auch mal Schokolade können in Bioqualität gerne mal das Vierfache kosten – und dann stimmt es wieder:

Gesunde Ernährung ist doch teurer

…als wenn man alles aus konventionellem Anbau kauft.

Beispiele (alle Preise ohne Gewähr 😉 )

Rapunzel vegane Bioschokolade (2,50) vs. Edeka Zartbitter Hausmarke (0,59)
Vollkornspaghetti Alnatura (0,99) vs. Aldi Spaghetti (0,49)
200g Taifun Tofu (1.69) vs. 400g Tofu aus dem Asialaden (0,99)

Tofu aus dem Asialaden ist nicht nur weitaus günstiger und hat eine tolle Konsistenz, sondern es trägt auch noch meinen Namen  :D  …dafür ist es leider nicht in Bioqualität.

Tofu aus dem Asialaden ist nicht nur weitaus günstiger und hat eine tolle Konsistenz, sondern es trägt auch noch meinen Namen 😀 …dafür ist es leider nicht in Bioqualität.

Aber warum mache ich das, warum machen wir das?

Gesundes Essen einkaufen ist das neue Shoppen ❤

…jedenfalls bei mir.
Mir ist es wichtiger, hochwertige Lebensmittel kaufen zu können, dafür dann aber eben keine neuen Sneakers. (Am liebsten natürlich beides 😉 )

Eine ganzheitliche Umstellung

Ich habe mir durch die Umstellung auf eine vegane Ernährung im Laufe der Zeit ein völlig anderes Einkaufen und Haushalten angewöhnt und festgestellt, dass ich damit nicht nur Zeit, sondern eben auch Geld spare.

Wie geht es euch? Wie empfindet ihr das, wo spart ihr, woran spart ihr nicht?

Ich gehe mal davon aus, dass jede*r Lust hat, noch ein bißchen mehr zu sparen – natürlich ohne Qualitätsverluste!

Ich möchte euch heute ein paar meiner „Tricks“ verraten und hoffe, dass euch der ein oder andere auch ein wenig hilft.

Also, los geht’s:

1. Superfoods und Luxusgedöns

Natürlich muss man nicht alle Superfoods im Haus haben, aber genausowenig braucht ein Mensch mehr als 2 Paar Schuhe, und wie sieht die Realität aus?
Uns macht das Neue, die Abwechslung und das Ausprobieren ja auch einfach Spaß!
Unter den Superfoods, die man unbedingt mal ausprobieren musste, hat sich ja vielleicht auch das ein oder andere gefunden, worauf man nicht mehr verzichten möchte.
Bei mir sind das z.B. die Chiasamen. Ich liebe es, sie in Smoothies und leckere Desserts zu packen!
Stellt also zunächst einmal sicher, ob ihr das Zeug auch mögt, bevor ihr direkt eine ganze Packung kauft.
Versucht, es bei einer Freundin oder direkt im Laden erst einmal zu probieren oder zumindest eine kleine Größe zu erhalten.
Dann gilt es, zu vergleichen. Zum Probieren ist eine kleine, im Verhältnis teurere Größe besser, als hinterher etwas verschenken zu müssen oder gar wegzuwerfen.
Wenn man sich sicher ist, dann ist es sinnvoll, zu gucken, wo man sein Produkt am Günstigsten bekommt, denn dann kann man auch eine größere Packung nehmen.
Die günstigsten Angebote findet man meistens Online!

(Ein weiterer kleiner Tipp nebenbei ist, dass man sich Superfoods so ‚gönnt‘, wie man es sonst mit einem Eis, einem Cocktail oder einer Süßigkeit machen würde – Und schon sprengt es nicht das Einkaufsbudget, sondern fällt unter ‚Privatvergnügen!)

Keine Superfoods sind auch (k)eine Lösung - jedenfalls für mich ;)

Keine Superfoods sind auch (k)eine Lösung – jedenfalls für mich 😉

Und schon sind wir beim nächsten Punkt:

2. Online bestellen oder lokal kaufen?

Think global – act local! Das ist auch mein Credo.
Gerade Produkte für eine vegane Ernährung lassen sich aber häufig und je nach Wohnort fast nur online bekommen.
Bei Produkten wie Nüssen, Samen und Hülsenfrüchten gibt es erhebliche Qualitäts- und Preisunterschiede und das vergleichen zwischen Geschäften und Online-Anbietern lohnt sich.
Größere Onlineshops wie z.B. Alles-Vegetarisch oder Topfruits bieten regelmäßig Rabattaktionen oder haben besondere Angebote.

Da heisst es dann: Vergleichen – gut überlegen – zuschlagen!

Das schöne am Onlineversand ist, dass man oft noch zusätzlich eine schöne Überraschung im Paket hat!

Das schöne am Onlineversand ist, dass man oft noch zusätzlich eine tolle Überraschung im Paket hat!

3. Vorratshaltung

Wisst ihr, was das Schönste an meiner Wohnung ist? Sie hat eine große Speisekammer!
Als ich die noch nicht hatte, hatte ich einen Vorratsschrank.
So richtige Vorratshaltung betreibe ich aber erst, seit ich vegan koche und das lohnt sich.
Man darf nur nicht den Überblick verlieren, so wie ich letztens, als ich 3x hintereinander Belugalinsen auf Vorrat gekauft und dann nicht wiedergefunden habe…

Wenn ihr also bei den Rabattaktionen online zuschlagt, überlegt euch direkt, ob ihr nicht eine Großbestellung machen wollt. Oder sogar eine Großpackung oder ein Sortiment zum Rabattpreis anschafft, wie es zum Beispiel Fooodz.de anbietet.
Gerade Hülsenfrüchte und Getreide, aber auch Pflanzendrinks sind ja lange haltbar.
Ihr spart Versandkosten, das Einkaufen und eben auch Geld.
So hat Oma das übrigens früher auch gemacht 😉
Erwiesenermaßen geben Leute, die täglich einkaufen, mehr Geld aus!

4. Muss das denn alles immer BIO sein?

Am liebsten natürlich -JA!
Aber ganz ehrlich: Es tut auch weh, für einen Bio-Broccoli 4 Euro hinzublättern und der doppelt so große aus konventionellem Anbau kostet nur 89 Cent, oder? Aua!
Leider kann man die Schadstoffe, die sich darin angesammelt haben, ja nicht sehen, sonst würde es uns wahrscheinlich leichter aus der Tasche purzeln, das liebe Geld für den Bio-Broccoli…
Eine gute Hilfe bei der Entscheidung, was kaufe ich in Bioqualität und wo kann ich mal etwas sparen ist die Liste der „Dirty Dozen“ und der „Clean Sixteen“, die jährlich aktualisiert von der EWG, einer US-amerikanischen Non-Profit-Organisation, herausgegeben wird.

Es handelt sich hierbei um 12 Früchte, bei denen man von einer so hohen Belastung ausgehen sollte, dass hier wirklich Bioware angesagt ist, sowie 16 Früchten, die nicht so belastet sind, auch wenn sie aus konventionellem Anbau stammen.

Mit diesem Thema lohnt es, sich immer wieder mal auseinander zu setzen. Die EWG-Werte richten sich natürlich nach den amerikanischen Verhältnissen. Leider gibt es meines Wissens in Deutschland kein Pendant. Der Blog Vegan50+ hat sich hier ebenfalls mit dem Thema beschäftigt.

Rosenkohl - bio, régional, saisonal und wunderschön!

Rosenkohl – bio, regional, saisonal und wunderschön!

5. Plane klug!

Ja, auch das ist ein alter Haushaltstipp von Oma.
Die kannte natürlich noch schlechtere Zeiten und war auf das Sparen wirklich angewiesen.
Bei meiner Oma wurde zum Beispiel Montags ein Riesenpott Kartoffeln gekocht.
Da gab es dann Pellkartoffeln.
Am nächsten Tag gab es Bratkartoffeln und für den übernächsten Tag hat sie ihren heiß geliebten Kartoffelsalat zubereitet.
Wenn ihr mal eine Woche im Schullandheim oder in der Jugendherberge verbracht habt, kennt ihr dieses Sparprinzip sicher auch, denn in Großküchen ist das eine übliche Methode.
Das Prinzip kann man natürlich auch auf andere Gerichte anwenden, man muss nur ein bisschen erfinderisch werden:
Eine große Portion Kichererbsen kochen, einen Teil für den Eintopf und einer für Hummus.
Zwei Brote backen und eins davon einfrieren.
Quinoa als Beilage und für einen Salat am nächsten Tag. Und, natürlich für eine optimale Resteverwertung super geeignet: Kreiere Buddha Bowls!

Ihr spart Zeit, Arbeit und ganz nebenbei auch Geld 😉

Omas Kartoffelsalat von den Pellkartoffeln von Vorgestern - gestern zubereitet. Das Rezept wurde natürlich inzwischen veganisiert!

Omas Kartoffelsalat von den Pellkartoffeln von Vorgestern – gestern zubereitet. Das Rezept wurde natürlich inzwischen veganisiert und ist bald hier im Blog zu finden!

6. Listen, Listen, Listen

Wie es bei mir aussieht?

wo man hinschaut liegen Listen.
Hier liegt eine Liste mit Ideen für den Blog.
Daneben meine to-do-Liste.
In der Küche eine Einkaufsliste und in der Diele an der Tafel der Essensplan für die Woche.
Ihr denkt jetzt vielleicht „Boah ist DIE unspontan“ „Was für ein Kontrollfreak“
-ja, kann sein, aber Spontaneität beim Einkaufen geht ins Geld.
Und dann komme ich nach Hause, habe ein paar spontane tolle Sachen gekauft aber leider die Hauptzutat für mein Abendessen vergessen (das war leider kein fiktives Beispiel).
Meine Listen geben mir Halt und helfen mir, mich nicht total zu verZETTELn.
Andere denken dann immer, ich sei superstrukturiert, weil ich Listen schreibe,

aber die Wahrheit ist: Ich schreibe sie, weil ich es NICHT bin! 😉
Auch das ist übrigens eine Tatsache: Wer mit einem Einkaufszettel einkaufen geht, gibt weniger Geld aus – und wenn der Einkaufszettel gut ist, hat man erst mal ein paar Tage seine Ruhe.
Oder geht ihr etwa gerne gestresst einkaufen? Also ich nicht. Nicht ständig, nicht hungrig, nicht unter Zeitdruck, nicht mit quengelndem Kind.
Also erst einen Wochenspeiseplan machen, dann die Einkaufsliste. Probiert es einfach mal aus.
Oder- Seid ihr Zettelverlierer?

Dann könnt ihr es auch mit einer der vielen Apps versuchen, die es dafür gibt.

Eine der bekanntesten ist Wunderlist, aber wenn ihr im Appstore „Einkaufsliste“ eingebt, findet ihr noch viele andere, meist kostenlose Apps.
Das Gute ist, ich trage immer sofort meistens, wenn ich es schaffe, es nicht innerhalb 2 Sekunden wieder zu vergessen, in meine Listen oder App ein, wenn mir wieder etwas einfällt, das ich brauche. Dann muss ich beim Einkaufszettelschreiben nicht so viel überlegen.

Jahaaa – vergesslich bin ich nämlich auch noch 😉

Vor dem Shoppen - einkaufsliste schreiben!

Beim Shoppen die Einkaufsliste nicht vergessen!

So, ich komme mir jetzt ein bisschen wie meine eigene Mutter vor mit meinen Tipps hier, aber mir hilft das alles wirklich sehr beim Haushalten. Ich gebe gerne Geld für gute, gesunde Lebensmittel aus, aber es soll ja schließlich auch für die anderen Freuden des Lebens noch etwas übrig bleiben!

Wie immer freue ich mich über Feedback, denn davon lebt ein Blog, also haut es raus. Sind die Tipps brauchbar? Dann teilt meinen Beitrag gerne! Habt ihr noch bessere – dann bitte verraten!… ich bin gespannt!

Liebe Grüße,

eure Anja

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5 Kommentare zu “6 smarte Tricks und Tipps, mit denen du beim Einkaufen Nerven, Zeit und Geld sparst!

  1. Pingback: Glutenfreier Lime-Cheesecake gegen das Sommerloch – und ein paar „Less Waste“ Ideen |

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