Gemüse kann auch anders – ein Buch mit spannenden Gemüserezepten – für euch gelesen

Das Buch Gemüse kann auch anders – vegetarische Rezepte für jede Jahreszeit von Bettina Matthaei  ist mir direkt ins Auge gesprungen – bei DEM Titelbild ist das kein Wunder, oder?

Nicht nur das Foto ist toll, sondern auch das große Format, Hardcover mit Papiereinband, kommen sehr hochwertig, wenn auch nicht gerade küchentischtauglich daher und solche Bücher muss ich immer erst mal fest an mich drücken und dann muss ich daran riechen. (Der Foodnerd ist nämlich auch noch ein Buchnerd 😉 )

Gemüse kann auch anders

Gemüse kann auch anders

Der GU-Verlag hat mir freundlicherweise ein Exemplar zugeschickt, damit ich es mir ansehen kann und euch darüber berichten – herzlichen Dank hierfür!


Schon der Infotext des Verlags klang für mich vielversprechend und schürte die Neugier:

„Gefragt sind neue Geschmackserlebnisse! Genau dafür hat sich die Gemüse- und Gewürzexpertin Bettina Matthaei etwas Besonderes ausgedacht: raffiniert gewürzte, leicht und schnell nachkochbare Gerichte für die weiter wachsende Zahl der Gemüsefans und Vegetarier. In ihrem GU-Kochbuch Gemüse kann auch anders stellt sie 25 marktfrische Gemüsesorten ausführlich vor, von A wie Artischocke bis Z wie Zwiebel. Und für jede dieser marktfrischen Köstlichkeiten gibt’s neuartige Kombinationen – macht insgesamt 200 spannende vegetarische Rezepte, darunter auch vegane.“


Neben der wunderschönen Aufmachung und den wunderbar appetitlichen Fotos von Wolfgang Schardt hat mir dann sofort die Aufteilung in die unterschiedlichen Gemüsesorten gefallen. Das kommt meinem Vorgehen, erst ein Gemüse zu kaufen und dann das Rezept auszuwählen, sehr entgegen 😉

Zunächst aber gibt es einen Einleitungstext der Autorin. Sie erklärt, warum sie dieses Buch geschrieben hat und wie es aufgebaut ist. Sehr gut: Vegane und glutenfreie Rezepte sind durch ein kleines Blatt bzw. Ähre gekennzeichnet. (Hier bitte trotzdem aufpassen, denn der Bohnensalat mit Feta gilt auch als vegan).

Widersprechen muss ich Frau Matthaei doch bei ihrer Feststellung, dass vegane und vegetarische Ernährung zwar immer beliebter würde, es aber bei der Zubereitung von Gemüse bei den altbewährten Methoden bliebe –

„Da wird der Blumenkohl eher weich gekocht (…) Möhren und Süßkartoffeln gehören für viele Menschen in die Abteilung Babynahrung.“

Liebe Autorin, aber nein, aber gar nicht! Haben Sie in den letzten Jahren denn kein veganes Kochbuch in der Hand gehabt? Es gibt da ganz tolle, auch im GU Verlag, und noch viele andere, die eine sehr kreative Gemüseküche fernab vom Beilagendasein bieten!

Frau Matthaei ist eine Koryphäe in Sachen Gewürze

Dies ist bei fast allen Rezepten erkennbar und macht auch den besonderen Reiz dieses Buches aus, denn ich habe hier von Gewürzen gelesen, die ich in meinem ganzen Leben noch nicht im Schrank hatte: Lemon Myrtle, Baharai, tasmanischer Bergpfeffer…  wichtig ist auch, möchte man sich durch das Buch kochen, die Anschaffung einer Flasche Noilly Prat (musste ich auch nachschlagen, ich gebe es zu, aber zum Glück gibt es Wikipedia) sowie eines guten Sherry-Essig und z.B. Macadamiaöl.

Ihr seht, einfach so loslegen kann man nicht unbedingt, aber man wird vorher gut gebrieft und es gibt einen interessanten Exkurs zu den Gewürzen mit einigen Anleitungen zur eigenen Herstellung von Gewürzmischungen.

Die Rezepte

sind also aufgeteilt nach Gemüsesorten. Zu jedem Gemüse gibt es eine Einleitung, fast schon kleine Liebeserklärungen an die einzelnen Gemüse, dazu immer einige wichtige Fakten.

Die Rezepte sind vegetarisch und vegan, wobei die meisten der vegetarischen Rezepte natürlich veganisierbar sind.

Ich werde mit Sicherheit noch einiges aus dem Buch kochen, auf meiner Liste stehen unter Anderem:

*Auberginensalat mit Kichererbsen

*Bohnencurry mit Linsen

*Erbsensalat mit Minz-Vinaigrette

*Roher Kürbissalat

*Möhrensalat mit Aprikosen-Ingwer-Dressing

*Persische Peperonata

*Rote-Bete-Trauben-Salat

*Zimtiges Tomaten-Sorbet

und und und

…na, wie klingt das?

Ich habe natürlich auch schon etwas ausprobiert, und zwar ein Rezept, das ich als alte Blätterverwerterin besonders interessant fand:

Kohlrabiröllchen (die eigentlich Kohlrabiblattröllchen heissen sollten)

bloß nicht die Blätter wegwerfen!

bloß nicht die Blätter wegwerfen!

Dieses Rezept kommt auch ohne besondere Gewürze aus.

Die Kohlrabiblätter werden kurz gedünstet und dann mit einem würzigen Reis gefüllt.

Selbst meine kohlrabiverachtenden Kinder haben diese Röllchen nicht nur gegessen, nein – sie waren begeistert.

…nicht nur die Kinder waren begeistert ;)

…nicht nur die Kinder waren begeistert 😉

Ich habe die Röllchen mit einem Joghurt-Dip und gegrilltem Räuchertofu serviert und ich habe sie inzwischen sogar schon zum 2. Mal zubereitet.

Dieses Essen ist auch super vorzubereiten für Parties oder um es mit zur Arbeit zu nehmen.

Lecker!

Lecker!

Auf dem Markt habe ich zwei interessante Erfahrungen gemacht:

1. Dies ist ein absolutes Low-Budget-Gericht, denn die Kohlrabiblätter bekommt man geschenkt.

Als die Verkäuferin erfuhr, dass ich die Kohlrabi MIT Blättern kaufen wollte (sie war schon dabei, sie abzureissen) fragte sie mich, ob ich ein Häschen zuhause habe 🙂

Sie schenkte mir dann noch sämtliche Blätter dazu.

2. Als ich ihr dann erzählte, dass ich ein Rezept testen möchte, meinte sie, sie habe gehört, dass die Blätter in der türkischen Küche verwendet würden.

Ob das vielleicht ein Ersatz für Weinblätter sein kann?

Das Einrollen war leichter als befürchtet!

Das Einrollen war leichter als befürchtet!

Fazit zum Buch:

Insgesamt gefällt mir das Buch sehr gut. Wie eingangs beschrieben bin ich begeistert von der Aufmachung und Gestaltung, aber auch von den vielen kreativen Rezepten.

Dieses Buch empfehle ich für:

-Fans der veganen und vegetarischen Küche, die zum einen schon ein bisschen Erfahrung haben, wie man vegetarische Rezepte veganisieren kann (für die Unerfahrenen bleiben auch noch genügend Rezepte übrig) und zum anderen gerne Herausforderungen annehmen.

-Kochbegeisterte, die gerne neue Gewürze kennen lernen möchten und immer auf der Suche nach neuen Anregungen sind, dabei auch keine Kosten und Mühen scheuen.

Absoluten Neueinsteigern in die (vegane) Gemüseküche würde ich dazu raten, sich lieber erst mal ein rein veganes Kochbuch zuzulegen, in welchem viele Erklärungen, Tipps und Austauschmöglichkeiten beschrieben werden. DA dieses Buch kein rein veganes Kochbuch ist, fehlt dieser Teil natürlich.

Ausserdem ist dieses Buch wunderbar geeignet als Geschenk!

Einige Rezepte zum Testen finden sich hier in der Leseprobe.

Das Buch kostet 24,99 € und kann auch direkt beim GU Verlag bestellt werden.

Advertisements

Ein Kommentar zu “Gemüse kann auch anders – ein Buch mit spannenden Gemüserezepten – für euch gelesen

  1. Pingback: Mottomonat Juni: Clean Eating to go – heute: Auberginen-Quinoa-Bowl |

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s