***Japchae*** vegan – koreanische Glasnudelpfanne mit Gemüse

Annyeong Haseyo oder guten Tag 🙂

Fleisch, Fleisch und nochmals Fleisch. Fleiiiiisch! Direkt am Tisch auf dem Grill zubereitet, so dass die Klamotten noch Ewigkeiten danach riechen.

Das waren meine ersten Erfahrungen mit koreanischem Essen.

Die Restaurants mit der Zubereitung am Tischgrill gehören zu den Highlights für Restaurantbesucher und der Grill zeichnet die Gaststätten natürlich als besonders authentisch aus.

Klassiker auf der Speisekarte ist das bekannte Bulgogi, ein sehr fleischlastiges Gericht, das ich (logischerweise) nie probiert habe.

Nix für Veganer?

Die koreanische Küche ist also nicht gerade ein Schlaraffenland für Veganer, was deshalb schade ist, weil mir die Gewürze sehr zusagen. Neben Sojasauce wird das Sesamöl (aus geröstetem Sesam, sehr würzig) und Gochujang, eine Chiliwürzpaste eingesetzt und egal, was man bestellt – dazu bekommt man Kimchi, das gleichzeitig scharf und erfrischend schmeckt.

Aber auch Kimchi ist oft nicht vegan, da eine Fischsauce zum Würzen benutzt wird. Diese kann man weglassen, wenn man Kimchi selbst herstellt.

Ich war noch nie in Korea, mich haben eher familiäre Gründe an die koreanische Küche herangeführt und zudem ist mein liebster Asia-Supermarkt in koreanischer Hand und es werden dort frische Kimbap verkauft: Rollen, die wie die japanischen Maki aus Algenblättern bestehen und mit Reis und allen möglichen veganen und nicht-veganen Zutaten gefüllt werden, aber viel größer sind als ihr japanisches Pendant.

Japchae 

Auch ein absolut klassisches, typisches Gericht  für besondere Anlässe ist Japchae – eine Glasnudelpfanne, die ursprünglich mit Gemüse und Rindfleisch-Streifen zubereitet wird.

Diese Glasnudelpfanne habe ich schon oft vegan gekocht und möchte euch heute dieses Gericht, das zu meinen Lieblingsspeisen zählt, ans Herz legen.

Es schmeckt wirklich köstlich und ist von den Zutaten her auch variabel, probiert es einfach mal aus.

Eventuell ist es ein bisschen schwierig, die richtigen Glasnudeln zu bekommen, denn für Japchae braucht man Glasnudeln aus Süßkartoffelstärke. Sie heissen Dangmyeon und sind etwas dicker als die Reisnudeln, die man zum Füllen von Sommerrollen nimmt.

Im Asia-Supermarkt sind die problemlos zu bekommen, aber wenn ihr nicht fündig werdet, dann nehmt bitte nicht diese Faden-Reisnudeln, sondern zur Not lieber Reisbandnudeln, die habe ich auch schon bei Rewe oder Edeka von den gängigen Supermarkt-Asiamarken gesehen.

Japchae vegan

Japchae vegan

Japchae sieht natürlich am leckersten aus, wenn es schön bunt ist, also mischt die Zutaten so, dass rot, gelb oder orange und grün vertreten sind.

Die Rindfleischstreifen werden in meiner Version übrigens durch gebratene Austernpilze ersetzt.

Natürlich könnt ihr aber auch, wenn es euch lieber ist, Tofu nehmen. Oder ihr probiert es mit Seitan oder Streifen vom Lupinenfilet! Dann ist es halt nicht soja- bzw. glutenfrei.

Japchae schmeckt am besten lauwarm aber auch kalt, weshalb es sich super zum am-nächsten-Tag-mitnehmen eignet!

Austernpilze

Austernpilze

*Foodnerd – Japchae* – vegan, glutenfrei, sojafrei

Zubereitungszeit: 25 – 40 Minuten (plus 30 min Einweichzeit)

Portionen: 4

Zutaten:

300 g Dangmyeong – Glasnudeln aus Süßkartoffelstärke

1-2 Schalotten, in feine Streifen geschnitten

3 Knoblauchzehen, fein gehackt

6 getrocknete Shiitakepilze, ca. 30 min eingeweicht, wenn vorhanden

300 g Austernpilze in Streifen geschnitten.

300 g Bio-Blattspinat, gewaschen, dicke Stiele entfernt und abgetropft oder Pak-Choi, geputzt

1-2 Karotten, in Streifen geschnitten oder mit dem Spiralschneider geschnitten.

1 Paprikaschote, rot, in Streifen geschnitten

Optional: einige Stangen grüner Spargel, Zucchini, grüne Paprika oder Sojabohnensprossen….

4 Frühlingszwiebeln, in Scheiben oder Streifen geschnitten und aufgeteilt in die Zwiebelstücke und die grünen Lauchstücke (siehe Foto)

3-4 EL Bratöl oder 3 EL Kokosfett

3 EL Tamari (glutenfreie Sojasauce) oder Shoyu (wenn der Weizenanteil egal ist)

2 EL Wasser

1 EL Sesamöl

etwas Salz

2 EL Sesam (schwarz/ weiss gemischt)

Japchae vegan

Japchae vegan

1. Alle Gemüse und die Glasnudeln vorbereiten und bereitstellen. Shiitake ausdrücken und in Scheiben schneiden.

2. Die Dangmyeong in kochendes Wasser werfen und ca 5 Minuten kochen, bis sie durchsichtig und weich sind, in ein Sieb giessen und lange mit kaltem Wasser abschrecken. So verlieren sie noch etwas Stärke und verkleben nicht total. Abtropfen und abkühlen lassen.

3. Die Austernpilzstreifen in Öl oder Kokosfett scharf anbraten bis sie knusprig sind. Beiseite stellen.

4. Jetzt in der Pfanne erneut Öl erhitzen, die Shiitake, Schalotten und Karotten darin dünsten, Knoblauch und die untere Hälfte der Lauchzwiebeln hinzu geben. Beim Dünsten die Karotten leicht salzen.

5. Das restliche Gemüse hinzugeben und mitbraten. Sesamöl hinzugeben.

6. Mit Wasser und Tamari ablöschen, den grünen Teil der Lauchzwiebeln und Spinatblätter hinzugeben und mit Deckel etwa 1-2 Minuten zusammenfallen lassen.

7. Nudeln mit der Schere auf etwa 10 cm kürzen und hinzugeben,  Austernpilze dazu und alles gut mischen.

8. Abschmecken mit Chili und Tamari und mit Sesam bestreut servieren.

9. Ganz hungrige servieren dazu noch Reis 🙂

Japchae vegan - guten Appetit!

Japchae vegan – guten Appetit!

Advertisements

2 Kommentare zu “***Japchae*** vegan – koreanische Glasnudelpfanne mit Gemüse

  1. Pingback: Kein Sommer ohne Sommerrollen – clean eating to go – Mottomonat Juni |

  2. Pingback: Seoulfood – Dinner (koreanische Klassiker in vegan) |

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s